Hitzewelle - Leichtigkeit ist die beste Abkühlung

Es gibt diese Sommertage, an denen schon am Morgen klar ist, dass es heiß werden wird. Noch bevor die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, scheint alles ein wenig langsamer zu werden. Der Körper fühlt sich schwerer an, die Konzentration lässt nach und die Geduld ist manchmal schneller aufgebraucht als sonst.

Allein diese Hitze von außen ist bereits Herausforderung genug für unseren Körper und unseren Geist. Umso wichtiger ist es, in uns selbst einen Ort der Leichtigkeit zu finden, damit wir die innere Hitze nicht noch zusätzlich anfachen.

Hitze entsteht nämlich nicht nur durch die Sonne, sondern durch die Art, wie wir mit uns selbst umgehen. Auch in uns entsteht Hitze dort, wo Reibung entsteht. Wenn wir gegen uns selbst arbeiten. Wenn wir alles zerdenken. Und vor allem dann, wenn wir an etwas festhalten, das längst nicht mehr zu uns passt. Unser Kopf läuft auf Hochtouren – und genau das kostet unglaublich viel Energie.

Unser Gehirn liebt die Routine

Dabei verfolgt unser Gehirn eigentlich ein ganz anderes Ziel: Es möchte Energie sparen. Deshalb liebt es Routinen. Jede Gewohnheit, die einmal automatisiert wurde, entlastet unser Gehirn. Erstaunlicherweise unterscheidet es dabei kaum, ob diese Routine hilfreich ist oder nicht. Hauptsache, sie ist vertraut und verbraucht möglichst wenig Energie.

Genau deshalb bleiben wir manchmal so hartnäckig an Gewohnheiten hängen, die uns längst nicht mehr guttun. Nicht weil sie richtig sind, sondern weil sie bekannt sind.

Und hier kommt die gute Nachricht: Unser Gehirn kann jederzeit neue Wege lernen. Dafür braucht es weder Druck noch Perfektion oder besondere Anstrengung. Es braucht lediglich kleine Rituale, die wir regelmäßig wiederholen und zu einer neuen vertrauten Gewohnheit werden lassen.

Es sind die kleinen Entscheidungen

Für den Start dieser Veränderung reichen kleine Entscheidungen, die wir immer wieder treffen. Vielleicht beginnt es damit, morgens einen Moment länger am geöffneten Fenster zu stehen, bevor der Tag beginnt. Vielleicht mit einem bewussten Atemzug, bevor wir zum Handy greifen. Oder mit einem kurzen Spaziergang am Abend, wenn die Luft langsam wieder kühler wird.

Auch die Frage vor der Entscheidung "Was würde sich gerade leicht anfühlen? bringt Klarheit auf diesem Weg.

Leichtigkeit bedeutet dabei nicht, dass alles einfach ist oder dass Herausforderungen verschwinden. Leichtigkeit bedeutet vielmehr, den Widerstand loszulassen, den wir selbst erzeugen.

Wie ist es bei dir? Wo findest du Leichtigkeit? Und wo Routine?

Weiter
Weiter

Neubeginn - Eine Fantasiereise durch die 4 Elemente